Das Ende des Supports fĂĽr alle Sophos SG UTM-Firewalls
Am 30. Juni 2026 endet der Support für die Sophos SG UTM Firewall. Für Unternehmen in Stuttgart und ganz Deutschland bedeutet dieses End-of-Life (EOL) eine wichtige Entscheidung zu treffen. Welche Firewall-Lösung bietet nicht nur modernen Schutz, sondern optimiert die IT-Infrastruktur nachhaltig für eine zukunftsfähige IT-Sicherheitsstrategie?
Sophos SG UTM End-of-Life
Mit der zunehmenden Verbreitung hybrider Arbeitsmodelle, der Nutzung von Managed Services wie Microsoft 365 und wachsenden Cyberbedrohungen durch Ransomware wird die Wahl einer neuen Next-Generation-Firewall (NGFW) zur strategischen Schlüsselentscheidung. Der Umstieg bietet jedoch auch die Chance, Sicherheitskonzepte wie Netzwerksegmentierung grundlegend zu modernisieren und langfristig zukunftssicher aufzustellen – unsere Experten beraten Sie gerne!
Der Praxis-Vergleich: Next-Generation-Firewalls
Die Sophos SG UTM war lange eine feste Größe in deutschen KMUs, doch jetzt gilt es, auf leistungsstarke Alternativen zu setzen. Aus diesem Grund haben unsere IT-Experten von RAUSYS haben in den letzten drei Jahren die führenden NGFW-Lösungen intensiv in der Praxis getestet.
Von proaktiven Schutz vor Zero-Day-Exploits über SD-WAN und QUIC-Inspektion bis hin zu ZTNA und TLS 1.3: Moderne Firewalls setzen neue Maßstäbe. Gleichzeitig spielen dabei wirtschaftliche Aspekte wie Lizenzmodelle und Hardwarekosten eine zentrale Rolle bei der Auswahl.
Fortinet mit FortiGate
Die Stärken von FortiGate
- Einfache Bedienung: Wegen des einheitlichen FortiOS läuft auf FortiGate die Fortinet Security Fabric, was die Bedienung vereinheitlicht und die Effizienz der Nutzung somit erhöht.
- Aktuelle Bedrohungsintelligenz: Durch einen KI-gestĂĽtzten Security-Dienst (FortiGuard) und die weltweite Vernetzung lernt das System schnell von neuartigen Cyberangriffen.
- Leistungsfähig: Dank speziell entwickelter ASIC-Chips und Security Processing Units bietet FortiGate einen hohen Datendurchsatz, selbst bei hohem Aufkommen von verschlüsseltem Datenverkehr.
Herausforderungen von FortiGate
- Lizenzierung: Bei High-Availability-Clustern (HA) mĂĽssen bei einem Active/Passive-Setup beide Firewalls voll lizenziert werden.
- Fehlende Außenstellen-Hardware: Einfache „Plug & Play“-Appliances zur kosteneffizienten Anbindung kleiner Filialen oder Homeoffices fehlen. Stattdessen muss für jeden Standort eine weitere FortiGate-Firewall angeschafft werden.
- Hotpatching: Die Behebung von Schwachstellen erfordert ein komplettes Firmware-Upgrade wodurch ein Systemneustart nötig wird.
- Administrativer Aufwand: Da sich FortiOS als sehr komplex im KMU-Kontext erweist, bringt dies zwangsläufig einen höheren administrativen Aufwand mit sich.
Sophos im Vergleich zu FortiGate
Bei einem HA-Cluster erfordert Sophos nur die vollständige Lizenzierung einer Firewall, wodurch eine Doppellizenzierung für das Backup-Gerät entfällt. Zudem schließt Sophos kritische Sicherheitslücken durch automatische Hotfixes im laufenden Betrieb ohne Systemneustart oder Firmware-Upgrade. Nicht zuletzt lassen sich bei einer Migration von der SG UTM bestehende RED-Geräte an der neuen XGS problemlos weiterbetreiben.
WatchGuard
Die Stärken von WatchGuard
- Transparente Lizenzierung: Mit der Total Security Suite bietet WatchGuard ein All-Inclusive-Paket, was KMUs Zusatzkosten fĂĽr Einzelmodule erspart und gleichzeitig die Budgetplanung erleichtert.
- Eigene Multi-Faktor-Authentifizierung: WatchGuard bietet eine eigene Multi-Faktor-Authentifizierung, die nativ in das WatchGuard-Ă–kosystem integriert ist.
- Einfache Basisverwaltung: Standard-Setups in kleineren Umgebungen werden durch Vorkonfigurationen und gefĂĽhrte Setup-Assistenten in der GUI vereinfacht.
Herausforderungen von WatchGuard
- Verwaltbarkeit bei höherer Komplexität: Bei tiefergehenden Netzwerkkonfigurationen und komplexen Routinen ist jedoch ein Wechsel auf den WatchGuard System Manager erforderlich, was zu einer fragmentierten Verwaltung und erhöhtem administrativen Aufwand führt.
- Limitierte lokale Protokollierung: Log-Einträge bei normaler Netzwerklast werden oft innerhalb von Stunden überschrieben, was die historische Fehleranalyse direkt auf der Firewall erschwert.
- Cloud-abhängige Endpoint-Integration: Die Verknüpfung von Firewall und Endgerät basiert bei WatchGuard auf cloudseitiger Datenkorrelation. Da direkte Kommunikationsschnittstellen im internen Netzwerk fehlen, ist die Lösung von der Erreichbarkeit und Latenz der Cloud-Infrastruktur abhängig.
Sophos im Vergleich zu WatchGuard
Die Verwaltung der Sophos XGS erfolgt einheitlich über die Plattform Sophos Central. Durch den nativen Security Heartbeat kommunizieren Endgeräte außerdem direkt mit der Firewall. Zudem bietet die XGS-Serie ein detailliertes Reporting für historische Fehleranalysen direkt auf dem Gerät.
SonicWall
Die Stärken von SonicWall
- Integriertes SD-WAN: SonicOS bietet intelligentes, anwendungsbasiertes Routing direkt in der Basisversion, ohne benötigte Zusatzlizenzen.
- Hohe Portdichte: Die Desktop-Modelle (TZ-Serie) bieten viele Schnittstellen, teils mit PoE, was in kleinen Außenstellen zusätzliche Switches spart.
- Integration: Im Transparent-Modus lässt sich die Firewall ohne aufwendige Anpassung an bestehende IP- und Routing-Strukturen in das Netzwerk einfügen.
Herausforderungen von SonicWall
- Logging: Es gibt kein zentrales Logging, für Logs, die älter als 15 Minuten sind, wird ein externer Syslog-Server benötigt.
- Lizenzierung: Bei steigenden Sicherheitsanforderungen steigt zudem die Total Cost of Ownership schnell in die Höhe durch fragmentierte Lizenz-Tiers und notwendige Add-ons.
- Web-Filtering: Das Web-Filtering erweist sich als aufwendig. Durch verschachtelte, objektorientierte MenĂĽfĂĽhrungen wird das Einrichten des Whitelistings dabei komplex.
- Fragmentiertes Management: Die Verwaltung der Firewall ist aufgeteilt zwischen der lokalen Firewall-GUI und dem cloudbasierten Management-Portal, was flüssige Workflows stört.
- Endpoint-Strategie: SonicWall bietet keine native Synchronisation zwischen Firewall und Endgerät.
Sophos XGS: Der logische und stärkste Nachfolger
Trotz kleiner Mängel hat sich die Sophos XGS in unseren Tests als die beste Lösung für deutschen KMU-Markt herauskristallisiert:
Was noch verbessert werden muss
- Die GUI ist im Vergleich zur alten UTM anfangs gewöhnungsbedürftig, da viele Funktionen in Kontextmenüs gewandert sind. In der Praxis ist das jedoch reine Anpassungssache.
- Microsoft Always-On-VPN via RRAS ist aktuell noch nicht nativ verfügbar, soll aber mit kommenden Firmwares nachgereicht werden. Individuelle Lösungswege für stabile Geräte-Tunnel haben wir auf Anfrage parat.
Warum die XGS trotzdem der klare Testsieger ist
- Neben hervorragender Application Control bietet die XGS natives Zero Trust Network Access (ZTNA). Statt pauschal Netzwerkzugang zu gewähren, wird der Zugriff auf spezifische Anwendungen nach dem Prinzip „Never trust, always verify“ geprüft.
- Die Single-Sign-On Authentifizierung (SSO) für SSL-VPN via Microsoft Entra ID ist voll integriert. Das ermöglicht somit sichere Mechanismen via FIDO-Passkeys und risikobasierte Evaluierung zur einfachen Anmeldung.
- Vorhandene Sophos RED-Devices aus der UTM-Zeit können an der neuen XGS einfach weiterbetrieben werden.
- Die XGS-Serie bietet Enterprise-Sicherheitsfunktionen (wie TLS 1.3 Inspection) zu transparenten und planbaren Kosten.
- Die Konfigurationslogik ist zwar modernisiert, aber Administratoren, die bereits die Sophos SG UTM genutzt haben, werden sich in der XGS-Oberfläche schnell zu Hause fühlen.
- Hinweis: Leichte Abstriche bei der integrierten E-Mail-Protection sind im heutigen Zeitalter von Cloud-Diensten wie Microsoft 365 zu vernachlässigen.
Migration Sophos UTM zur Sophos XGS
Als zertifizierter Sophos Gold-Partner in der Region Stuttgart unterstĂĽtzen wir Ihr Unternehmen nicht nur bei der technischen Migration, sondern schulen Ihr Team im Umgang mit der neuen XGS-Architektur.
Wir kopieren nicht einfach blind Ihr altes UTM-Regelwerk. Durch unsere Erfahrung aus zahlreichen Firewall-Umstellungen stellen wir sicher, dass Ihre neue XGS aktuelle Best-Practices nutzt. Hierfür haben wir ein eigenes XGS-Tanker-Skript entwickelt, das es außerdem möglich macht, mehrere Firewalls reproduzierbar und skalierbar auszurollen. (Auszug Open Source auf GitHub)

Unsere Leistungen fĂĽr Ihre reibungslose Migration:
- Sizing & Beschaffung: Bedarfsanalyse, Sizing der XGS-Hardware und transparente Lizenzberatung.
- Architektur-Planung: Konzeption von externen Standortanbindungen und High-Availability-Clustern (HA).
- Migrations-Audit: Migration der aktuellen Sophos UTM oder Evaluation der XGS.
- Ganzheitliche Betrachtung: IT-Security und Implementierung eines neuen Konzepts fĂĽr eine zukunftssichere Architektur.
- Modernisierung: Implementierung einer sauberen Netzwerksegmentierung und Integration von Synchronized Security.
- Spezial-Deployments: Umsetzung von Zero-Touch-Deployments und komplexen AirGapped-Bereitstellungsszenarien.
- Managed Services: Service, Wartung, Backup-Management und proaktives Lifecycle- & Firmware-Patch-Management nach der Migration.
Das EOL der Sophos SG UTM ist am 30. Juni 2026. Warten Sie nicht bis zur letzten Minute, wenn Hardware knapp und Dienstleister ausgebucht sind.
Schützen Sie Ihre IT-Infrastruktur zuverlässig und planen Sie Ihre Migration frühzeitig!











