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Netzwerk Sicherheit und Netzwerksegmentierung Stuttgart

Was ist Netzwerksegmentierung und warum ist sie wichtig?

Wenn Sie die aktuellen Ereignisse im Bereich der Cybersicherheit verfolgen, wissen Sie vielleicht, dass die Kosten und die Häufigkeit von Datenverletzungen weiter in die Höhe schnellen. Unternehmen sind ständig neuen und sich zunehmend dynamisch entwickelnden Angriffen ausgesetzt. Die starken Nachfrage nach Home-Office IT-Lösungen und sicheren Remote Work Spaces zeigt, wie viele Unternehmen damit zu kämpfen haben. Hier kann eine Netzwerksegmentierung ins Spiel kommen.

Abgeriegelte Tore hinter verschlossenen Türen schrecken Bedrohungsakteure ab und zwingen sie, woanders zu suchen. Bevor wir uns damit befassen, welche Teile des Netzwerks segmentiert werden sollten und wie dies zu tun ist, lassen Sie uns zunächst damit beginnen zu verstehen, was eine Netzwerksegmentierung ist.

Was ist Netzwerksegmentierung?

Von Netzwerksegmentierung spricht man, wenn verschiedene Teile eines Computernetzwerks oder Netzwerkzonen virtuell oder durch Geräte wie Brücken, Switches und Router getrennt werden. Die Netzwerksegmentierung ist eine Methode und ein System, das sowohl im Rechenzentrum als auch bei Ihnen vor Ort angewendet werden kann.

Im Folgenden finden Sie einige wichtige Vorteile der Netzwerksegmentierung:

  • Unterteilung Netzwerks kleine, abgeschlossene und gut steuerbare Teile
  • Beschränkung der Zugriffsprivilegien auf diejenigen, die sie wirklich benötigen
  • Schutz des Netzwerks vor weit verbreiteten Cyberangriffen und Vermeidung lateraler Bewegung von Angreifern
  • Steigerung der Netzwerkleistung durch Reduzierung der Anzahl der Benutzer in bestimmten Zonen

Warum ist Netzwerksegmentierung wichtig?

Firewalls müssen heutzutage vieles leisten: von Echtzeit-Lernverhaltensanalysen bis hin zum aktiven Schutz beim Surfen durch Reverse Proxies. Firewalls können sehr strikt sein, allerdings ist dies eine Frage der Konfiguration und erfahrungsgemäß sind diese nicht ausreichend konfiguriert, um Ihre digitalen Werte zuverlässig zu schützen. Darüber hinaus können sie mit aktuell aufkommenden NextGen Firewalls schnell technisch ungenügenden Schutz bieten. Zum Schutz zuehmend hybrider/verteilter Infrastrukturen muss auch die Frontlinie/die Edge den modernen Anforderungen angepasst werden.

Was passiert, wenn ein Angreifer die Firewall zum Beispiel über einen Phishing-Versuch durchdringt? Systeme und Dienste müssen voneinander isoliert werden, um zu verhindern, dass ein kleiner Verstoß zu einem massiven Vorfall wird, der zu einem Übergriff auf Drittsysteme oder zur Datenverletzung führt.

Es ist eine Sache, wenn Ihr intelligentes Beleuchtungssystem angegriffen wird, aber es ist eine andere, wenn Ihre Kundendaten gestohlen werden. Für viele Unternehmen sind beide Funktionen virtualisiert, aber in Bezug auf das Risiko und die Haftung sind sie nicht annähernd dasselbe.

Wenn das Unternehmen in dem obigen Beispiel eine ordnungsgemäße Netzwerksegmentierung umgesetzt hat und über eine Schwachstelle im intelligenten Beleuchtungssystem gehackt wird – das ist nicht ungewöhnlich – kann der Angreifer darüber hinaus nicht auf weitere Systeme zugreifen. Die sogenannte laterale Bewegung wird eingeschränkt und auf das Netzwerksegment begrenzt. Im Grunde fungiert das Netzwerksegment so, wie wenn man einem Heckenlabyrinth um eine Ecke biegen und in eine Sackgasse gerät: Der Angreifer muss sich rückwärts vorarbeiten und versuchen, andere Zugangspunkte zu den Systemen und Daten zu finden, die er zu infiltrieren versucht. An diesem Punkt werden die meisten Cyberkriminellen sich mit einer einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung nach einem leichteren Ziel umsehen.

Unabhängig davon, ob Sie ein virtuelles lokales Netzwerk (VLAN) in der Cloud betreiben oder eine SDN-gestützte Architektur verwenden, schützt ganzheitliche Netzwerksegmentierung jedes Netzwerksegment Ihre Ressourcen.

Wer braucht eine Segmentierung der Netzwerke?

Jeder, der interne Systeme betreibt, egal ob physisch oder virtuell, ist auf Netzwerksicherheit angewiesen, um sein Geschäft zu betreiben. Je komplizierter die Architektur ist, desto wichtiger ist die Notwendigkeit einer Segmentierung und Verwaltung der Netzwerke. Die einzigen Benutzer, die keine Netzwerksegmentierung benötigen, sind Unternehmen, die sich zu 100 % auf SaaS-Lösungen verlassen, einen Identity Proxy verwenden oder alternativ Unternehmen, die offline/ohne IT-Services arbeiten.

Wenn Sie ein flaches Netzwerk betreiben, um die insgesamte Komplexität Ihrer Netzwerk-Infrastruktur zu vereinfachen, sind Sie ein ideales Ziel für einen Bedrohungsakteur. Ein flaches Netzwerk spart Ihnen zwar Zeit und Geld bei der Ersteinrichtung, aber Sie riskieren konstant Opfer schwerwiegender Angriffe zu werden. Diese Art der einfachen, lateralen Bewegung über das gesamte Netzwerk ermöglicht es den Angreifern, mit wenig bis gar keinem Widerstand dorthin zu gelangen, wo sie hinwollen.

Jeder Kunde erfordert ein anderes Maß an Netzwerksegmentierung und Anzahl an Netzwerksegmenten.

Die Segmentierung des Netzwerks ist durch nichts zu ersetzen. Die Mikro-Segmentierung erfordert anfangs etwas Zeit für die Einrichtung, aber die Vorteile überwiegen bei weitem die anfänglichen Aufwendungen.

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Vorteile der Segmentierung

Zunächst einmal: bessere Sicherheit. Wir alle wissen, dass die Sicherheit nur so stark ist wie das schwächste Glied in der Abwehrkette. Ein großes flaches Netzwerk bietet unweigerlich eine große Angriffsfläche. Wenn ein großes Netzwerk jedoch in kleinere Teilnetzwerke aufgeteilt wird, reduziert die Isolierung des Netzwerkverkehrs innerhalb der Teilnetzwerke die Angriffsfläche und verhindert seitliche Bewegungen.

Die Verbesserung der IT-Security ist zwar an sich schon ein entscheidender Vorteil, aber auch die folgenden Punkte sind hervorragende Vorteile der Netzwerksegmentierung:

  • Schadenskontrolle und -begrenzung im Falle eines Vorfalls durch die kleinere Angriffsfläche
  • Verbesserte Zugriffskontrolle für die externe und interne Netzwerksicherheit
  • Verringerung der Angriffsfläche und des Umfangs von Audits im Zusammenhang mit Compliance-Anforderungen
  • Verbesserte Leistung mit weniger Staus im Netzwerkverkehr
  • Bessere Analyse der Netzwerküberwachung, des Netzwerkzugangs und der Netzwerkgeräte
  • Schutz von Endgeräten, besonders wichtig bei der zunehmenden Verbreitung von IoT-Geräten

Die Netzwerksegmentierung kann Ihre allgemeine Sicherheitsstrategie verbessern, indem sie die Zugriffsrechte auf diejenigen beschränkt, die sie benötigen. Zudem kann das Netzwerk vor weit verbreiteten Cyberangriffen geschützt und eine bessere Netzwerkleistung ermöglicht werden, indem die Anzahl der Benutzer in bestimmten Zonen reduziert wird. 

Wie wird die Netzwerksegmentierung implementiert?

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Netzwerk effektiv zu segmentieren, aber virtuelle LANs (VLANs) und Subnetze sind traditionell die beliebtesten.

  • Ein VLAN ist ein logisches Konstrukt, das den Datenverkehr auf der Switch-Ebene trennt.
  • Subnetze hingegen arbeiten auf der Ebene der IP-Adresse und des Routers.
  • Die beiden werden häufig eins zu eins zusammen verwendet.

Es gibt viele verschiedene Ansätze für das Design der Netzwerksegmentierung. Es ist üblich, dass Unternehmen Teile eines Netzwerks nach Geschäftsbereichen abtrennen und der Finanzabteilung, der Technikabteilung usw. verschiedene VLANs zuweisen. Der Datenverkehr zwischen den Abteilungen kann dann je nach Geschäftsanforderungen kontrolliert oder eingeschränkt werden. Der Zugriff auf eine interne HR-Datenbank könnte beispielsweise nur auf die Geräte im HR-Subnetz oder VLAN beschränkt werden.

Ein anderer gängiger Ansatz besteht darin, verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen einzurichten. Server und Datenbanken werden beispielsweise häufig in einer Demilitarized Zone (DMZ) mit wesentlich stärkeren Sicherheitsmaßnahmen untergebracht als andere Teile des Netzwerks. Dies kann verhindern, dass sich eine Malware-Infektion auf einer Workstation des Unternehmens auf Server mit wichtigen Daten ausbreitet.

Die Segmentierung kann auch auf der Grundlage des Gerätetyps erfolgen. IoT-Geräte werden in der Regel in einer eigenen Netzwerkpartition untergebracht, um die Sicherheit zu erhöhen. Im Gesundheitswesen können beispielsweise Röntgengeräte und andere angeschlossene medizinische Geräte vom Rest des Netzwerks getrennt werden. Je nach den technischen und geschäftlichen Anforderungen können verschiedene Segmentierungsansätze miteinander kombiniert werden.

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